Liebe Seel, das Licht ist nicht gleich und beständig
Versuche, keine Muster zu wollen, versuch’!
Suche, nicht dich kennenzulernen auswendig,
das stete Licht ist wie Buchstaben eines Buchs.
Flackere, scheine und wimmre, liebe Seele,
ackere, reise im Freudenschimmer des Leidens.
Neue Horizonten werden sich nun zeigen,
aufglimmen lasse das Liebe-volle der Seel’
Erzähle deine Geschichte mit allen Worten
Egal, ob fremd oder von hiesigen Orten.
Eröffne neue Welten mit den Buchstaben
Ergreif’, ängstlich und mutig, Gut oder Haben
Schenke allen einen Schimmer voller Farben
Lebe bewusst und voll, zeige deine Narben
Tun musst du nichts, sei – einfach – in all deiner Pracht
Sag Adieu zu Kontrolle und sinnloser Macht
Sing, Seele, sing und erlebe diese Schöpfung
Tanz, wie auch immer im Glanz des Hoffnungsschimmers
Gönne es dir in Speis und Trank und Entblössung
Verlier’ und find’ dich zugleich in dem Nirgendimmer
Schlendere durch die Nirgends-Gasse, wie Momo
Überrasch’ dich aufs Neue im Jetzt mit «Soso?!»
Sei, und es sei auch, statt stets etwas zu werden.
Um zu leben, darfst du sterben vor dem Sterben.
Schimmre in Hoffnung, göttlicher Hoffnungsschimmer!
31. August 2024